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Refraktiver Linsentausch

Der refraktive Linsentausch ist ein operatives Verfahren, bei dem die körpereigene Augenlinse dauerhaft durch eine Kunstlinse ersetzt wird. Technisch entspricht der Eingriff einer Grauen-Star-Operation – mit dem Unterschied, dass der Eingriff nicht wegen einer Linsentrübung, sondern zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit durchgeführt wird.

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Die Alternative zur Gleitsichtbrille

Durch den Austausch der Linse können sowohl Kurz- und Weitsichtigkeit als auch Hornhautverkrümmungen korrigiert werden. Zusätzlich lässt sich – je nach Linsentyp – auch die Alterssichtigkeit ausgleichen.

Der refraktive Linsentausch ist damit kein Laser-Verfahren, sondern ein dauerhafter intraokularer Eingriff.

Welche Linse sinnvoll ist, hängt stark von den persönlichen Sehgewohnheiten, beruflichen Anforderungen und der individuellen Anatomie des Auges ab. Bei Dr. Thomas Kohm werden Patienten hierzu ausführlich beraten, sodass gemeinsam eine individuell passende und langfristig sinnvolle Lösung gefunden werden kann.

Für wen kommt ein RLA infrage?

Der refraktive Linsentausch wird in der Regel erst ab einem bestimmten Lebensalter in Betracht gezogen.

Für jüngere Patienten mit gesunder, klarer Linse ist dieses Verfahren in der Regel nicht die erste Wahl, da die natürliche Linse eine wichtige Funktion für das Sehen in der Nähe besitzt.

Kurzsichtigkeit (Myopie)
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Alterssichtigkeit (Presbyopie)

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Ablauf des refraktiven Linsentauschs – in drei Schritten

Vor dem Eingriff erfolgen eine ausführliche Voruntersuchung sowie eine individuelle Linsenplanung. Die Operation selbst wird ambulant in der Regel an zwei Tagen durchgeführt, kann aber auch individuell beidseits an einem Tag durchgeführt werden.

Entfernen der natürlichen Linse

Über einen sehr kleinen Zugang wird die körpereigene Linse schonend entfernt.

Einsetzen der Kunstlinse

Anschließend wird die zuvor berechnete Kunstlinse in den Kapselsack des Auges eingesetzt, wo sie dauerhaft verbleibt.

Heilung und Anpassung

Die Sehleistung stabilisiert sich schrittweise, regelmäßige Kontrolluntersuchungen begleiten diesen Prozess.

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Welche Linsentypen kommen zum Einsatz?

Beim refraktiven Linsentausch werden vor allem zwei Arten von Premiumlinsen eingesetzt:

Multifokallinsen (MIOL)

MIOLs sind so aufgebaut, dass sie mehrere Brennpunkte besitzen. Dadurch ermöglichen sie in vielen Fällen ein Sehen in Nähe und Ferne ohne Brille.

Stärken:

  • gute Unabhängigkeit von der Brille
  • gleichzeitige Korrektur von Nähe, Zwischenbereich und Ferne

Nebeneffekte:

  • Möglicherweise eine gewisse Adaptationszeit um sich an das neue Sehen/ die neue Optik zu gewöhnen
  • anfangs erhöhte Licht-/Blendempfindlichkeit, die vor allem nachts störender sein kann. Dieser Effekt wird jedoch in den meisten Fällen im Laufe der Zeit kompensiert.

EDOF-Linsen (Extended Depth of Focus)

EDOF-Linsen erzeugen keinen klassischen Mehrfachfokus, sondern erweitern den Schärfebereich kontinuierlich. Dadurch entsteht ein stabiles Sehen in der Ferne und im Zwischenbereich.

Stärken:

  • sehr gute Kontrastwahrnehmung
  • geringeres Risiko für Halos und Blendungen
  • häufig sehr angenehmes Sehen im Alltag

Nebeneffekte:

  • für feines Lesen in der Nähe ist weiterhin eine leichte Lesebrille notwendig

Innovation, die Sicherheit schafft.

Premiumlinsen werden in der Praxis Kohm nicht einfach verwendet – sie werden getestet. Durch eigene Studien und eine enge Kooperation mit führenden Herstellern stehen Patient:innen hier stets die neuesten und besten Linsenmodelle zur Verfügung. Verbesserungen und Produktupdates werden frühzeitig umgesetzt – für maximale Sehqualität und langfristige Sicherheit.

Häufige Fragen zum
refraktiven Linsentausch (RLA)

Wie lange hält die eingesetzte Kunstlinse?

Die eingesetzte Kunstlinse ist für ein ganzes Leben ausgelegt. Sie unterliegt keinem natürlichen Alterungsprozess und muss in der Regel nicht ausgetauscht werden.

Werden beide Augen an einem Tag operiert?

Nein. Beim refraktiven Linsentausch werden die Augen aus Sicherheitsgründen zeitlich getrennt operiert. Zwischen den beiden Eingriffen liegt in der Regel ein Abstand von einigen Tagen.

Wie lange führt Dr. Kohm diese Operation bereits durch?

Dr. Thomas Kohm operiert den Grauen Star seit fast 30 Jahren. Den refraktiven Linsentausch führt er seit vielen Jahren auf dieser bewährten operativen Basis durch. Seit über 20 Jahren erfolgen diese Eingriffe im eigenen ARGUS AugenOPZentrum.

Welche Linsenmodelle gibt es für ein möglichst brillenfreies Leben?

Je nach Ausgangssituation und Sehanspruch kommen unterschiedliche Linsenmodelle infrage, insbesondere Multifokallinsen (MIOL) und EDOF-Linsen. Beide verfolgen unterschiedliche Konzepte und bieten jeweils spezifische Vor- und Nachteile, die im persönlichen Beratungsgespräch ausführlich besprochen werden. In einer ausführlichen Anamnese & Linsenberatung wählen wir das für Sie optimale Linsenimplantat gemeinsam mit Ihnen aus.

Benötige ich nach dem refraktiven Linsentausch gar keine Brille mehr?

Das Ziel des refraktiven Linsentauschs ist eine möglichst große Unabhängigkeit von der Brille. Ob dies vollständig gelingt, hängt vom gewählten Linsentyp, den individuellen Sehgewohnheiten und den persönlichen Erwartungen ab.

In manchen Situationen – etwa beim sehr feinen Lesen, bei besonderen Lichtverhältnissen oder in der Ferne – kann eine Brille dennoch sinnvoll oder angenehm sein.